Nablus Seifen

Die Olivenseife von Nablus Soap wird von Hand aus einigen wenigen, natürlichen Bestandteilen hergestellt und das schon seit 400 Jahren.

Grundsätzlich ist die Seife das Ergebnis aus der Zusammenführung von Olivenöl, Wasser und Natronlauge. Nachdem die verschiedenen Bestandteile miteinander erhitzt wurden und sich verbunden haben, wird die Rohseife zum Trocknen in vorläufige Formen gegossen. Sobald die Seife ausreichend ausgehärtet ist, wird sie von einem Seifenschneider (dem sogenanntem „Tbeleh“) zu Blöcken geschnitten und zu den charakteristischen runden Türmen aufgestapelt.

Kleinere Blöcke werden dabei in eine Form gepresst oder lediglich mit einem Siegel bestempelt. Die Seife muss daraufhin noch weitere Wochen trocknen, bevor sie verwendet werden kann. Neben den charakteristischen Blöcken werden auch Olivenseifen hergestellt, die mit verschiedenen ätherischen Ölen, Heilpflanzen, Schlamm aus dem Toten Meer oder getrockneten Kräutern versetzt werden.

Nablus ist eine palästinensische Stadt im Westjordanland. Die Stadt wurde zwei Kilometer östlich der Stelle gegründet, an der sich früher der biblische Berg Sichem befand. Die Römer nannten die Stadt Neapolis. Mit fast 9.000 Jahren ist Nablus eine der ältesten Siedlungen der Welt.

Seife wird dort seit dem 10. Jahrhundert hergestellt und hat zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt maßgeblich beigetragen. Die hervorragende Qualität des Olivenöls aus der Gegend um Nablus hat in erheblichem Maße dazu beigetragen.

Bis zum heutigen Tag beherbergt Nablus einige Seifenfabriken. Die wichtigste ist die Nablus Soap Company, die die namhafte Seifenmacherfamilie „Tbeleh“ aus Nablus repräsentiert. In ihrer 400-jährigen Geschichte in der Seifenherstellung, hat diese Familie einen hervorragenden Ruf gewahrt. Der Ruf ist sogar so weit verbreitet, dass derjenige, der die Seife zu Blöcken schneidet, oft als ‘Tbeleh’ bezeichnet wird – eine unmissverständliche Hommage an den Familiennamen.

Die Seife hat ihr gutes Renommee über Jahrhunderte hinweg erhalten. Im 19. Jahrhundert erlebte sie einen Höhepunkt, als Handelsreisende das Produkt weiter im Mittelmeerraum und darüber hinaus verbreiteten – und die Seife sogar bis an den englischen Königshof gelangte. Die jetzige Produktion arbeitet gemäß Fairtrade und wurde vor einigen Jahren komplett modernisiert und mit neuesten Produktionsanlagen ausgestattet.
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